Poesie
Die Seite für Schöngeister und solche, die es werden wollen!
 
Gedichte und Geschichten von Robert Pongratz   Pongratz, Robert
 
... wurde am 05.02.1947 in Frohnleiten geboren, das liegt in der Steiermark, Österreich.
 
Titel                                                                         Sprache                                                   Datum                                                      
 
A kloana Bua steirischer Dialekt 2000, Juli
Alloani dahoam steirischer Dialekt 1988, Mai
Da Aufruaf! steirischer Dialekt 1984, Juli
Da Dialekt steirischer Dialekt 1986, November
Da Fritz und seini Briada steirischer Dialekt 1986, November
Dahoam is dahoam! steirischer Dialekt 1986, November
Dank an die Nachbarn deutsch 1998, Dezember
Da Onstich steirischer Dialekt 1985, November
Die Heimat deutsch 1986, November
Die Radlfoahrt steirischer Dialekt 2004, April
Ein dreifach Hoch! deutsch 1988, November
Ein schöner Traum deutsch 1986, März
Frohnleitner samma! steirischer Dialekt 1987, April
Hautklinik Münster deutsch 1996, März
I hob Di gern steirischer Dialekt 2006, Mai
Kreta deutsch 1997, September
Norwegen deutsch 2005, Juni
Ode an Frohnleiten deutsch 2005, März
Susak (Überraschung im Urlaub) deutsch 1994, Juli
Unsa Biagamoasta steirischer Dialekt 2004, April
Walter Merkel wird fünfzig deutsch 2002, August
Wenn ich ein Vöglein wär' deutsch 1987, August
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
A kloana Bua
steirischer Dialekt   2000, Juli


Jo, monchmoi kimmts ma wirkli vua
als wär i no imma a kloana Bua.

Do siach i mein Vodan beim Korten zölln
und mi söba im Obstbam die Kirschn stölln.
Da Bauer schreit aufi: "Du Krippl, geh zua!"
Sechts, Leitl, des losst ma bis heit noch koa Ruah.

Jo, monchmoi kimmts ma wirkli vua
als wär i no imma a kloana Bua.

Oanmol wuitn die Öltan, s'is Weihnochtn gwen,
noch da Bescherung noch wo onders hin gehn.
Kaum worns furt, san ma schon ins Zimma grennt
und glei ham wiada die Kerzn brennt.

Walls gor so schen wor! O liabliche Ruah!
Do hot glei da ganze Bam brennt aa nou dazua.
Mir ham glöscht wia die Wüdn mit Wossa und Deckn
und ham uns nocha miassn in oan Zimma vasteckn.
Mir ham gwusst: Nocha gibt's wos auf d'Schwortn;
do brauchst beim Voda net long drauf z'wortn.

Jo, monchmoi kimmts ma wirkli vua
als wär i no imma a kloana Bua.

A onderes Mol, i woass es noch wia heit,
do hot da Voda an Schreck kriagt, du liabe Zeit!
Er wuit mit uns zum Schreiber, Eis essn gehn;
mir ham uns schon gfreit: Mei, woar des schen.
Vier Buam an zwoa Händ', des geht net guat;
do woar da Kloanste a scho furt.
Reisst si los und rennt iba d'Strossn,
do kimmt a Auto, tuat eahm erfossn.
Er mocht an Schrei! Schock, schwere Nout,
hamma uns denkt: Der Bua is tout!
Da Voda hot eahm langsom vom Auto wegzogn;
s'wor gor net so schlimm, nur s'Gsicht wor verbogn!
Er hot dann alloani des Eis aufgessn
und di andern drei san brav daneben gsessn.

Jo, monchmoi kimmts ma wirkli vua
als wär i no imma a kloana Bua.

Da Alex wuit amoi Radio hearn;
na jo, er mog hoit Musi gor so gern.
Kraxelt aufi auf d'Kredenz, damit er s'Radio einschoit
und verliert dabei iba si söba die Gwoit.
Er foit und di Muada siacht nou gonz entsetzt,
wia er si mit'm nockatn Oarsch aufn Spiralkocher setzt.
Er is zwoar glei schreiend wiada obaghupft
und d'Muada hot eahm ganz zoart den Hintern otupft,
oba es wor schon passiert, vorbei und gschegn
und die Spiraln vom Kocher hot ma no johrelong gsegn!
Hiatzt is er aufs Radio nimmer so hass;
Na, des Fernsehn mocht eahm vüll mehr Spass.

Jo, monchmoi kimmts ma wirkli vua
als wär i no imma a kloana Bua.

Aa nocha, in die späteren Joahrn
is es bei uns net vüll besser worn.
Da Voda wor von da Schul aus in Wien,
do geht da Peter gonz frech zur Werkstott hin.
Er hot koan Fihrerschein, man konns net fossn,
hot er si des Auto vom Voda gebn lossn.
Mit seine Freind mocht er a Spritztour
und des scheint eahm aa no net gnua.
Immer schnölla muass es gehen und ganz gach
kimmt a Kurven und es tuat an Riesenkrach.
Im Grobn ausm Auto da Peter aussakriacht:
Oje, wann des da Voda siacht!

Jo, monchmoi kimmts ma wirkli vua
als wär i no imma a kloana Bua.
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Alloani dahoam
steirischer Dialekt   1988, Mai


I sitz alloani dahoam aufm Zimma.
Des Wedda is grauslich, es wird imma schlimma.
Mir tränen di Augn, es laft di Nosn
und i hock do in Pullova und Hosn.
I hamma holt denkt, i fong an zan schreiben,
oba wann ma nix einfollt, donn loß i's holt bleibn.

Wia i so do sitz, studier und denk,
mir holbwegs dabei nou den Buckl verrenk,
do kimmt ma in Sinn und es wär aa von Nutzn,
nimm's Toschntiachl und tua ma d'Nosn putzn.
So, des wär erledigt, hietzt kimmt da nächste Sotz.
Aufm Fensterbankl turnt a kloana Spotz.

Er schaut mi mit seini gscheitn Augn interessiart zua;
I gib eahm a Stickl Brot und hob wiada mei Ruah.
I woaß imma nou nix, wos i schreiben kaun
Und fong van Neichn zan denkn aun.
Wia wars, wann i ins Bett gehen tat,
oba alloani is des holt aa vüll z'fad.

Hiatzt follt ma wos ein, mei bin i gscheit.
Im Bett - hob i ghert - sterbn d'meistn Leit!
So geht's dahin, oan Zeiln noch da andern
und die Gedonken fongen an z'wondern.
I schau ma di Büdl aun do on da Wond,
gezeichnet von ana sicharen Hond.

Ihr werds es net glaubn, darrotn tats des nie.
Ja sicha, di Frohnleitner Litographie!
Bold bin i wiada durt, wo i herkemma bin,
so geht's mir auf oanmol durch'n Sinn.
Es gibt aa noch ondere Sochn auf'd Wölt
als Karriere, Ansehen und Göld.

Ob ma gsund is oda in da höchstn Not
is es schen, wann ma a Hoamat hot.
Und des woaß i gwiß fiar olli Zeitn:
I kimm imma wiada gern noch Frohnleitn!
Do sog i - wia Kennedy - nur mit onderen Worten,
wann ma beim Bochwirt sitzn im Gortn:

I kimm sicha nächsts Joahr wiada do hin,
wall i von gonzn Herz a Frohnleitner bin!
Mei Frau, de schimpft schon, wirkli woahr,
wall i jedes Joahr zwoamol hoam eini foahr.
Wos sull i mochn, des konn i net ändern;
aa, wann ma schon woar in monch andern Ländern:

Wann i an Frohnleiten denk, wird's mir gonz woarm.
I sogs imma wiada: In Frohnleiten bin i dahoam!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Da Aufruaf!
steirischer Dialekt   1984, Juli


In Frohnleitn, des is wirkli woahr,
do hot si ollahond don in die letztn Joahr!
Des komma am bestn im Moarkt obn segn
Und trotzdem muaß no ziamli füll gschegn!

Hiatzt bin i scho fost zwanz'g Joahr fort
aus meim liabn Heimatort.
Oba, wann i Frohnleitn von da Murseitn siach,
muaß i imma denkn: Mei, is des schiach!

D'Frohnleitner san so liabe Leit
und d'meistn san a noch recht gscheit.
Drum setzt's eich zamman und tat's enk riahrn:
Auf da Murseitn, do muaß wos passiern!

I sog eich oans: Es is nie zspät
und wann i mein Urlaub opfern tät;
I bleibat aa net dahoam sitzn
und tät eich kräftig unterstützn.

Egal, ob mit Oarbeit oda mit Göd.
Es is zwoar teia, kost' oba net d'Wöd!
Und wann ma a bissl zamman holt
Dann hamma's bold!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Da Dialekt
steirischer Dialekt   1986, November


Des steirisch redn follt ma net schwer,
oba des schreiben im Dialekt dafia umso mehr.

Drum schreib' i holt, so guat, wia i's konn
und fong jed's Mol a neichi Zeiln on.

Wann ma mehr Zeit hätt', kunnt ma mehr denkn
und kennt si des blede Oarbatn schenkn!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Da Fritz und seini Briada
steirischer Dialekt   1986, November

Da Neuhold Fritz, des is koa Depp.
Er hot an Bruada, der hoaßt Sepp,
donn is do noch da Rudi und da Hons
und den Koarl vageß ma aa net gonz.

Und wall ma des so schen reiman konn,
huck i mi hin und fong z'schreibn on.
Da Fritz, des is a fleißiga Monn
auf den sei Frau recht stuiz sein konn.
Da Sepp, der hot sei Soch gscheit g'mocht
Und hot si a reichi Oidi onglocht.
Da Rudi is a ruhiga Vatreta woarn.
Des woar aa onderscht vur a poar Joahrn!

Na jo, da Hons hot Oarbat net erfundn,
oba er kimmt aa iba di Rundn.
Da Koarl wird bestimmt a guada Politiker,
oba er hert zweng auf seine Kritiker!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Dahoam is dahoam!
steirischer Dialekt   1986, November

Gestern um neini auf'd Nocht in Hannover
schnapp' i mei Toschn, Koffa und an Pullover.
Mei Züll is da Baohnhof. I denk' an dahoam,
do wiards ma richti ums Herz gonz woarm.

Di Plotzresavierung hot aa net hing'haut.
Do hob i schen bled aus da Wäsch aussag'schaut!
Zan guatn Glick is da Zug wenigstns gfoahrn,
nocha bin i a glei a bissl ruhiga woarn.

Mein Goud, erscht Kassel, des is nou sou weit,
do hob i jo nou an Haufn Zeit.
Wall i im Zug eh net schloffn konn,
probiar is holt wiada und fang zan schreiben on.

I denk' und denk', es folt ma nix ein.
Reiß' di zsamm, des konn net so schwiarig sein!
Hiatzt samma in Passau, es is viertel vur sechs.
I han an Hunga und iss a poar Keks.

Wann i im Novemba hoam eini foahr,
kimm i jeds Mol ins schwärmen, wirkli woahr.
Da bunte Herbstwold, die schneeweißn Gipfl;
I glaub', do hot ma vom Glick an kloan Zipfl!

I woaß schon, da saure Regn - die hinichn Bam;
Trotzdem is es schen, dass i moan i tram.
Die saubaran Häusl rundumadum,
do schaugt ma si gern in da Gegend um.

In Linz kaf i mir a Krainerwurscht
fiarn Hunga und a Bier fiarn Durscht.
Danoch kimmt Sölztol, Leoben und Bruck.
I gfrei mi auf Frohnleiten, denk' net mehr zruck!

Hiatzt dauerts nimma long, donn bin i daham;
Wovon i schon wieda seit an hoibn Joahr tram.
Es is imma so schen, wann i in Frohnleiten bin,
drum foahr i a öfta amol wieda durt hin.

Wo onderscht is es zwoar aa schen woarm;
Oba oans is gwiß: Dahoam is dahoam!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Dank an die Nachbarn
deutsch   1998, Dezember

Als wir noch vor ein paar Jahren
auf der Suche nach einem Grundstück waren,
da wussten wir noch nicht, wie das so ist
und haben eigentlich auch nichts vermisst!

Von Nachbarschaft wussten wir nur, das war uns klar,
wie dies bei einer Mietwohnung war.
Nun sind wir hier in den Süden gezogen
und unser Instinkt hat uns nicht betrogen.

Wir waren schnell beim Grundstückskauf,
dann nahm das Schicksal seinen Lauf.
Als das Haus dann endlich stand,
gingen uns gleich die Nachbarn zur Hand.

Mit Werkzeug und mit gutem Rat
schritten sie sofort zur Tat
und egal, ob Frau oder Mann,
bot man uns freundlich Hilfe an!

Nun haben wir schon in den letzten Jahren
so manchen Dienst von euch erfahren.
Aber jetzt, zu unserem Silberfeste,
das war ja wohl das Allerbeste.

Weil wir es auch nicht besser wussten
und unser Fest groß feiern mussten,
hattet ihr für viele Tage
durch eure Nachbarn Müh' und Plage!

Ihr habt alles wirklich ganz toll gemacht
und wir haben alle sehr viel gelacht.
Wir halten übrigens jede Wette:
Niemand hat Nachbarn wie wir, soo nette!

Nun aber kommt es, wie's kommen muss;
unaufhaltsam naht der Schluss.
In meinem Kopf ist nur noch ein Gedanke:
Wir sagen allen herzlich

DANKE!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Da Onstich
steirischer Dialekt   1985, November

Es Vuikshaus woar vull, ma konns kaum fossn.
I glaub, koa Mensch woar mehr auf d'Strossn!
Di Onsproch vom Spoarkassadirekta
kunnt koana mochn nou perfekta.
Donn hot da Biagamoasta gredt,
der mocht sei Soch ja eh net bled.
Und nocha - i han denkt: I wird deppat -
hot er'n Bierhaohn einig'haut, dass nur so scheppat!

Di Musi hot aufgspüt schon so guat,
daß richti einigongan is ins Bluat.
Da Konfranzjeh, da Koltnbrunna,
der woar grod aa koa schlechti Numma.

I muaß scho sogn: Die Leit'
Hamm si olli narrisch gfreit!
Zan guatn Schluß sans vulli Läng
Sogoar schon aufigstiagn auf'd Bänk!

Da Waidocha hot miassn Zuagobn gebn,
sunst hättens eahm net lossn leben.
Nocha is langsom ruhiga worn,
olli woarns hintn, koana mehr vorn.
A poar Plätz worn aa schon frei;
Es is eh koa Wunda, es woar schon noch drei!

Wall's wiada so a Gaudi woar
Is oans fia mi scho heiti kloar:
I bin dabei nexts Joahr gonz gwiß,
wenn's wiada hoaßt: "Ongstocha is!"
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Die Heimat
deutsch   1986, November

Einst ging ich fort
von diesem Ort
und hab' mir nichts dabei gedacht.
Im Gegenteil,
es war wirklich geil
und hat mir sogar Spaß gemacht.

Doch inzwischen habe ich festgestellt,
dass es auf dieser weiten Welt
nirgendwo anders etwas gibt,
das man mehr als seine Heimat liebt!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Die Radlfoahrt
steirischer Dialekt   2004, April

Dass i amoi mit'm Radl noch Frohnleitn foahr,
hätt i mia im Leben net traman lossn, wirkli woahr!
I foahr jo schon imma gern durthin
und des moch i aa nur - kimmts ma in Sinn -,
wall i mit Leib und Söll a Frohnleitna bin!

Vur oanahoib Joahr han i zan Raachn aufghert;
des woar fir mei Gsundheit schon sakrisch vüll wert.
Des Gwicht is schnöll gstiagn, do han i mir denkt:
Des geht so net weida, des wird wiada gsenkt!
Do hot ma mei Frau a Foahrradl gschenkt.

Sou han i hoit mit'm Radlfoahrn ongfongan
und am Onfong is mir schon hoat ongongan!
Zerscht woarns nur fuffzehn bis zwanzg Kilometa,
donn han i des longsom gsteigat späta
und gfoahrn bin i eh nur bei guatn Wetta.

Untawegens hot ma vüll Zeit, des is gwiß,
weshoib mir donn aa wos eingfolln is:
Wall i fir schwar kronke Kinda sommeln tua,
- und Spendn kriagt ma jo eh nia gnua -
do bitt i eich schen, gebts hoit aa wos dazua!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Ein dreifach Hoch!
deutsch   1988, November

Man kann es kaum glauben, aber es ist wahr:
Der Weissenbacher Gustl ist schon 50 Jahr!
Manchmal kommt's ihm so vor, als sei es gestern gewesen,
dass er in der Schule saß, um zu lernen das Lesen.
Jetzt verkauft er im Gasthaus Schwein und Rind.
Ein dreifach Hoch dem Geburtstagskind!

Damit das Essen nicht so trocken ist
und man das Trinken nicht vergisst,
gibt es außer Wein, Limo und Bier
auch noch gute Schnäpse hier.
Ja, er weiß schon, wie wir Männer so sind.
Ein dreifach Hoch dem Geburtstagskind!

Bei ihm bekommt man stets gute Sachen
und meistens gibt es auch etwas zu lachen.
Zum Streiten hat er gottlob wenig Zeit;
für Späße ist er schon eher bereit.
Bei ihm weiß man gleich, woher weht der Wind.
Ein dreifach Hoch dem Geburtstagskind!

Ein paar Mal im Jahr, an wenigen Tagen
geht er mit seinen Freunden zum Jagen.
Er bringt auch etwas mit von seiner Pirsch;
Rebhühner, Wildschwein oder einen Hirsch.
Dann rufen Vater, Mutter und Kind:
Ein dreifach Hoch dem Geburtstagskind!

So, wie er aussieht, dass sich keiner wundert:
Der Gustl wird sicher mindestens hundert.
Da werden die Leut' in Frohnleiten wieder rennen,
dass sie ihm noch einmal gratulieren können.
Dann laufen auch wir zum "Bachwirt" geschwind:
Ein dreifach Hoch dem Geburtstagskind!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Ein schöner Traum
deutsch   1986, März

Damals, als ich noch lebte in Frohnleiten,
heute sind es für mich herrliche Zeiten,
da träumte ich immer von der Ferne
und wollte vom Himmel holen die Sterne.

Die Heimat zählte früher nicht viel,
denn ich hatte ja ein großes Ziel!
Ich wollte mindestens Millionär werden
oder ein wichtiger Mann auf Erden.

So zog ich hinaus ins fremde Land -
und wäre beinahe ins Verderben gerannt!
Ich war plötzlich ganz alleine hier.
Meine Freunde und Bekannten fehlten mir!

Da hatte ich, man glaubt es kaum,
eines Nachts einen schönen Traum:
Ich sah mich selbst durch die Lüfte gleiten,
wie ein Vogel fliegend, über Frohnleiten!

Da habe ich mir fest vorgenommen,
viel öfter wieder hierher zu kommen.
Denn eines ist inzwischen ganz klar für mich:

Frohnleiten, meine Heimat, ich liebe Dich!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Frohnleitner samma!
steirischer Dialekt   1987, April

Im Vuikshaus zu Ostern des letzte Mol
is wiada zuagonga im kloanan Sol!
Bei der Vasommlung von di Auslondsfrohnleitnan
host as hearn kennan, wias streitn tan.

Samma Frohnleitner oda samma koani.
Des is goar net die Frog gonz alloani.
Fiar mi is oans gonz sicha gwiß;
Wer in Frohnleitn aufgwochsn is,
der sogt bestimmt: Nix streitn damma -
olles gonz kloar: Frohnleitner samma!

Und wann i wiada hoam eini foahr -
wia imma mindestens zwoamol im Joahr - ;
Zu Ostern, oda wann da Peter den Bock onsticht,
dann gfrei i mi wiarkli auf jedes Gsicht
des wos i kenn und hob a Freid,
dass i in Frohnleitn sein derf a kurze Zeit!

Es gibt nix Scheneres, i moan i tram.
Do klopft mei Herz: Daham is daham!
Dann trink mer an Wein oda a Puntigamer
und sogn vuller Stuiz: Frohnleitner samma!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Hautklinik Münster
deutsch   1996, März

Ich sitze in der Hautklinik von Münster
im Zimmer 217, es wird schon finster
und bin dabei, meine Papiere zu sichten;
da fällt mir ein: "Ich könnt' mal was dichten."

"Es ist an der Zeit", hab' ich mir gedacht,
"daß jemand ein Gedicht übers Krankenhaus macht!"
Ich nehme den Block und denke daran,
womit ich wohl am besten anfangen kann.

Wir Kranken haben ja nicht viel mehr zu tun,
als uns behandeln zu lassen und auszuruh'n.
Gerade dies wird uns oft zum Verdruß,
weil man dauernd untätig herumsitzen muß!

Dabei haben wir fast keinen Grund zum Klagen.
Was sollen da Ärzte, Pfleger und Schwestern sagen?
Die hätten doch alle viel mehr Grund;
doch sie arbeiten fleißig und halten den Mund!

Sie rackern und schuften tagein und tagaus;
kommen früh zur Arbeit, gehen spät erst nach Haus.
Trotzdem sind sie immer freundlich und nett;
bringen uns das Essen, machen das Bett.

Der Pfleger weiß die spannendsten Geschichten
über manche Patienten zu berichten.
Dann ist wieder Visite, die Ärzte sind da:
"Geht es Ihnen wieder besser? Ist ja wunderbar!"

Ich könnte noch tagelang weiterschreiben,
aber so lange will ich gar nicht bleiben.
Im Namen aller Gebrechlichen und Kranken
möchte ich mich ganz herzlich beim Personal bedanken!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















I hob Di gern
steirischer Dialekt   2006, Mai

I moan, es woar schon vor hundert Joahrn,
do bin i ois Bua von an Lehra in Frohnleitn geborn.
In Wirklichkeit issas erscht sechzg Joahr her,
oba des zam Glabn foit ma monchmoi scho schwer.

Orbeit hots domois bei uns net füll gebn,
es woar holt fia olli zwenig zum Lebn.
So hots mi fruah schon aussi triebn
und mir is nur die Erinnerung bliebn.

Oft hob i dran denkn miassn in da Fern':
Mein Frohnleitn, i hob Di so gern!
Du host mir so gföhlt, do loss i's mir net nemman
wieda efta zum Bsuach einazkemman.

Mir is so wahnsinnig füll an Dir glegn,
deswegn muass i di unbedingt wiedasegn!
Spazier ma vom Bochwirt aus durchs Leobnertor,
kimmt ma des wia a wundaschena Traum vor.

Donn gemma noch weida durchs Dinergassl
bis zum Dorfwirt noch Adriach, durt trink ma a Glasl.
Do sitz ma banond und redn iaba oidi Zeitn
und wia schen des is bei uns in Frohnleitn.

Hiatzt kimm i wiada regelmäßig do her.
Mein Frohnleitn, i mog Di wirkli sehr.
Du gehst mir goar net mehr aus'm Sinn:
Du bist und bleibst mein Hauptgewinn!

Und wall i Di so mog,
denk i an Di jeden Tog!
Jo, i hob Di so gern, dass i sogoar
zwölfhundert Kilometer mit'm Radl hoamfoahr!

Mit siebzg Joahr massier i mir noch amol die Wadl
und kimm - wann i kaun - wieda mitm Radl.
Denn olle Leit sogn, ob noh oda fern:
Mein Frohnleitn, i hob Di so gern!

Wonn i donn hoit goar net mehr kaun,
- und des zipft mi heit scho so aun -
werd i sicha dahoam sitzn und rehrn:
Mein Frohnleitn, i hob Di so gern!

 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Kreta
deutsch   1997, September

Kreta - das ist jedem Menschen bekannt -
ist eine Insel und gehört zu Griechenland.
Wir waren dieses Jahr im Urlaub dort
in einem eigentlich recht ruhigen Ort.

Das Hotel nebenan war ein Riesenbau
und jeden Abend gab's eine tolle Schau.
Mal Starlight-Express, mal König der Löwen;
da konnte man jeden Tag etwas Neues erleben.

Auch die Anlagen waren wunderschön,
man konnte dort in Ruhe spazierengehn.
Nur der Strand war leider nicht so vom Feinen,
denn im Wasser war alles voll mit Steinen.

Da taten uns nachher die Füße weh
und ich stieß mir auch noch den großen Zeh!
Aber sonst war es wirklich prima da;
es ist nicht immer alles Gold, na ja.

Auch beim Essen mußte man Abstriche machen,
denn es gibt da halt andere Sachen
als bei uns zu Hause, das ist klar.
Dafür war das Wetter wunderbar!

Jeden Tag puren Sonnenschein,
über Mittag musste man sowieso rein.
Da war es draußen einfach nicht auszuhalten
und man ließ lieber Vorsicht walten!

Die Fahrt nach Santorini war
ziemlich lang, vier Stunden! Klar,
das Eiland, dieser kleine Fleck
war von Kreta 120 Kilometer weit weg.

Die Sache war kein Zuckerlecken,
das fing morgens schon an, um fünf Uhr wecken!
Dann kam der Bus, es war kaum halb sechs;
schnell noch einen Kaffee und zwei Keks.

Mit dem Bus ging es endlich zum Hafen hin,
das macht bei einer Schiffsfahrt sicher Sinn.
Nachdem dreitausend Leute an Bord dann waren,
ist das Schiff tatsächlich auch losgefahren.

Dann durften wir in Etappen zum Frühstück runter
in den Speisesaal. Ich war noch immer nicht munter!
Nun denn, was soll ich großartig sagen:
Das Frühstück lag mir schwer im Magen.

Endlich kamen wir auf der Insel an,
da war auch schon die Rundfahrt dran.
Rein in die Busse, raus aus die Busse,
man hatte wirklich kaum etwas Musse!

Für die Besichtigung der Stadt OIA
inklusive Essen waren wir eineinhalb Stunden da.
Danach ging es weiter in die Hauptstadt,
welche den Namen THIRA hat.

Hier sind die Häuser direkt an die Felsen gebaut,
das haben wir uns ziemlich lange angeschaut.
Es gibt über vierzig Kirchen dort
in diesem wirklich schönen Ort!

Da kann man durch enge Gassen gehen
und zirka hundert Goldgeschäfte sehen!
Auch Kleidungs-, Leder- und Souvenir-Läden;
es ist bestimmt etwas dabei für jeden.

Doch Gott sei Dank, zu meinem Glück
mussten wir bald zum Hafen zurück,
denn bei jedem Geschäft blieb Maria stehen,
um sich die Sachen anzusehen!

Vor der Seilbahn war eine ziemlich lange,
um nicht zu sagen, Riesen-Schlange.
Die warteten auf die Abfahrt dort
und wollten schließlich alle fort.

Einige gingen den Weg auch zu Fuß!
Der eine, weil er wollte; der andere, weil er muß.
Man konnte allerdings auch den weiten
600 Stufen langen Weg auf dem Esel reiten.

Irgendwann waren dann alle unten
und haben im Hafen zusammengefunden.
Jetzt mussten wir wieder Schlange stehen
und warten, um an Bord zu gehen!

Dort bekamen wir fürs Essen bunte Karten
und mussten lange auf unsere Farbe warten.
Nun endlich, um halb acht Uhr dann,
waren wir schließlich auch mal dran.

Wir durften schon wieder Schlange stehen,
diesmal, um ans Buffet zu gehen!
Endlich haben wir am Tisch gesessen
und hatten gerade unser Essen.

Da kam schon der Kellner und fragte nach Getränken.
Maria trank Cola, ich ließ mir Wein einschenken.
Wir haben gedacht, das wäre mit im Preise.
So kann man sich täuschen auf so einer Reise!

Denn kaum begannen meine Zähne zu mahlen,
kam der nächste Kellner; wir sollten bezahlen.
Ich will wohl bezahlen, da mach' ich keinen Mist,
aber doch erst, wenn das Essen zu Ende ist!

So ist auch daraus etwas zu lernen:
Willst Du unbedingt im Urlaub nach fernen
Ländern und willst nicht lang bitten,
erkundige Dich vorher genau nach den Sitten!

Dann waren wir endlich wieder im Hafen,
viele Leute haben schon geschlafen.
Zurück ins Hotel, schnell noch einen getrunken,
dann sind wir todmüde ins Bett gesunken!

Bevor wir nach Santorini fuhren,
machten wir auch noch andere Touren.
Mit dem Auto ging es in die Berge hinein,
da stand so ein altes Mütterlein.

Sie war wohl im nächsten Ort zum Einkaufen
und ist die ganze Strecke zu Fuß gelaufen!
Wir sind ja noch nicht ganz auf den Hund gekommen,
darum haben wir sie einfach mitgenommen.

Die Frau war beladen mit Taschen schwer
und unser Auto war so gut wie leer.
Wir haben sie dann nach Hause gebracht;
sie hat sich sehr gefreut und hat gelacht!

Auf halbem Wege wollte sie uns etwas zeigen;
da gab es Weintrauben, Tomaten und Feigen.
Wir verstanden sie nicht und fuhren weiter,
unterwegs sahen wir noch ein paar Reiter.

Mütterchen wohnte mit ihrer Schwester zusammen,
es waren wirklich zwei reizende Damen.
Die eine hat uns griechischen Mokka gemacht,
die andere (nach einer halben Stunde) Weintrauben gebracht.

Jetzt haben wir verstanden, was sie uns sagen wollte.
Sie war nämlich schnell zurückgelaufen und holte
die Tasche voll Weintrauben für uns vom Feld.
Das ist die beste Gastfreundschaft auf der Welt!

Wir haben uns lange mit ihnen unterhalten;
Es war unglaublich nett bei den beiden Alten.
Dann haben wir uns auf den Heimweg gemacht
und lange noch an die Damen gedacht.

Dieser Tag war so wunderbar,
deshalb ist für uns schon heute klar:
Wenn wir noch einmal Kreta buchen,
werden wir sie auf jeden Fall besuchen!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Norwegen
deutsch   2005, Juni

Ich wollte mal etwas Besonderes wagen
und buchte, - ohne etwas davon zu sagen -
ganz heimlich, still und leise
eine Hurtigrutenreise.

Ein paar Mal musste ich zum Reisebüro hin,
bis alles erledigt war; das macht ja Sinn.
Es wurde Zeit, die Kleidung für die Reise auszuwählen,
nun musste ich meiner Frau doch etwas erzählen.

Nach ein paar Wochen kamen die Karten
und wir konnten mit dem Auto nach Hamburg starten.
Dort verbrachten wir noch eine Nacht,
dann haben wir uns auf den Weg zum Airport gemacht.

Von Hamburg sind wir nach Oslo geflogen
und haben im Radisson Plaza ein Zimmer bezogen.
In aller Ruhe wollten wir uns Oslo ansehen,
doch leider konnten wir kein Wort verstehen!

Ein Schulfreund lebt dort seit vielen Jahren,
war damals von Österreich nach Norwegen gefahren.
Ich hatte ihn - wie immer ganz ungeniert -
schon lange vor der Reise kontaktiert.

Er holte uns ab und führte uns rum.
Meine Idee, ihn zu bitten, war gar nicht so dumm.
Er zeigte uns dies und er zeigte uns das;
man merkte, es machte ihm richtig Spaß!

Ohne ihn, das muss ich gestehen,
hätten wir nicht so viel von Oslo gesehen.
Ich verrate ihn euch hier noch ganz flink,
den Namen des Freundes: Er heißt Heribert Kink.

Er führte uns zur Skischanze Holmenkollen,
wo im Sommer die Kinder im Wasser tollen
und dort, wo sich im Winter der Auslauf befand,
sah es eher aus wie an einem Badestrand.

Danach fuhren wir zu König Harald's Schloss,
es war wunderschön und riesengroß.
Vor den Toren standen die Wachen
ganz ernst, denn sie haben nichts zu lachen!

Am nächsten Tag sind wir in Kirkenes angekommen
und haben dort den Bus zum Hafen genommen.
Das Schiff war voll und die Aufregung groß.
Irgendwann hieß es dann endlich: Leinen los!

In den ersten Stunden hat das Schiff mächtig geschunkelt
und der Himmel hat sich ziemlich verdunkelt.
Ich habe mir schon Sorgen wegen der Reise gemacht,
aber dann kam glücklicherweise die Nacht.

Am Morgen danach war schon wieder alles vorbei.
Kein Wind mehr und der Himmel wolkenfrei!
Es war zwar recht kalt, aber trotzdem schön:
So etwas Tolles hatten wir noch nie gesehen!

In den nächsten Tagen staunten wir immer mehr
und genossen die Reise wirklich sehr!
Die Mitternachtssonne schickte ihren Schein
noch um zwei Uhr nachts in die Kabine rein.

Übers Nordkap fuhren wir nach Hammerfest;
das war keine Großstadt, eher ein kleines Nest.
Wir hatten wirklich nur kurzen Aufenthalt
zum Entladen und fuhren dann bald.
Tromsö war uns einen längeren Landgang wert
und wir besuchten ein Mittsommernachtskonzert.
In der Eismeerkathedrale war ein toller Klang
von kuriosen Instrumenten und schönem Gesang.

Auf jeden Fall die besten Noten
bekamen die Vesteralen und die Lofoten.
Bei Harstad, Stokmarknes und Svolvaer
sahen wir viele Inseln und auch das offene Meer.

Zwischen Bodö und Nesna - wie ich jetzt weiß -
überquerten wir den nördlichen Polarkreis.
Im Prinzip hat uns das gar nichts ausgemacht,
denn ab jetzt war es wieder dunkel in der Nacht.

Hinter dem Polarkreis liegen die "Sieben Schwestern",
mir kommt es so vor, als war es erst gestern,
Das sind keine Frauen und auch keine Zwerge,
so heißen dort sieben nebeneinander liegende Berge.

Am vorletzten Tag kamen wir nach Trondheim und
anschließend auch noch nach Kristiansund.
Diese Stadt ist ja auf drei Inseln gebaut,
das haben wir uns natürlich näher angeschaut.

Der Trollfjord war ja wirklich auch sehr schön,
aber wir haben keinen einzigen Troll gesehen!
Im Fjord war es sehr eng, wir fuhren geradeaus
erst hinein, drehten um und dann wieder hinaus.

Wir kamen nach Bergen und hatten viel Glück,
es winkte das Königspaar und wir winkten zurück.
Danach fuhren wir hoch mit der Flöien-Bahn
und sahen uns noch Bergen von oben an.

Als wir mit der Bergen-Bahn nach Oslo fuhren,
kamen wir gar nicht so richtig auf Touren.
Wir waren sehr müde, die Nacht war recht schlecht
und so kam uns der freie Tag in Oslo ganz recht.

Wir sahen die Universität und das Parlament,
die Sonne brannte vom Firmament.
Über die alten Bauten haben wir uns nicht gewundert,
denn sie stammen ja aus dem 19. Jahrhundert!

So eine tolle Reise macht man nicht alle Tage
und wir kommen wieder, gar keine Frage!
Einmal im Winter, wenn die Nordlichter glühen,
werden wir noch mal gegen Norden ziehen.

Norwegen ist einfach wunderschön!
Man muss es auf jeden Fall mehrmals sehen.
In der Entstehungsgeschichte letzten Nacht
hat der Herrgott Norwegen gemacht!

Bis dahin hatte er wahrscheinlich nur geübt,
weil es tatsächlich nichts Schöneres gibt!
Als er sein Werk sah, fing er an zu lachen:
"Das kann wirklich niemand noch besser machen!"
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Ode an Frohnleiten
deutsch   2005, März

In der Steiermark, in Österreich
gibt es - einem Märchen gleich -
einen wirklich wunderschönen Ort.
Doch ich ging ich vor vielen Jahren fort.

Es ist mein Ursprung, meine Heimatstadt,
die etwas ganz Besonderes für mich hat
und ich träume immer nur
von Frohnleiten an der Mur!

Jedes Jahr gibt es dort ein Treffen
mit Freunden, Tanten, Onkeln und Neffen.
Ich sage es hier ganz ungeniert:
Das ist das Einzige, was mich interessiert!

Es ist mein Ursprung, meine Heimatstadt,
die etwas ganz Besonderes für mich hat
und ich träume immer nur
von Frohnleiten an der Mur!

Im Grunde genommen bin ich frei
von Zwängen, Arbeit und Partei.
Ich möchte nur ein Steckenpferd reiten:
Unseren Heimatverein Club Frohnleiten!

Es ist mein Ursprung, meine Heimatstadt,
die etwas ganz Besonderes für mich hat
und ich träume immer nur
von Frohnleiten an der Mur!

Es ist wirklich immer sehr schön,
wenn wir uns in der Heimat wiedersehen.
Ich habe mein Herz an Frohnleiten verloren,
denn hier wurde ich geboren!

Es ist mein Ursprung, meine Heimatstadt,
die etwas ganz Besonderes für mich hat
und ich träume immer nur
von Frohnleiten an der Mur!

Ich denke oft an das Leobnertor
und es kommt mir so wie gestern vor,
dass ich dort durchgegangen bin.
Es geht mir einfach nicht aus dem Sinn!

Es ist mein Ursprung, meine Heimatstadt,
die etwas ganz Besonderes für mich hat
und ich träume immer nur
von Frohnleiten an der Mur!

 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Susak (Überraschung im Urlaub)
deutsch   1994, Juli

Als Maria und ich vor ein paar Jahren
auf der jugoslawischen Insel Susak waren,
brauchten wir nicht lange zu suchen.
Wir hatten nämlich - auch ohne zu buchen -
von Freunden etwas über diese Insel erfahren.

Es gibt da einen wunderschönen Strand
und auch die Insel an sich ist interessant.
Die Freunde hatten uns dazu eingeladen,
dort unseren Urlaub zu verbringen und zu baden.
So fuhren wir hin, vor Neugier ganz gespannt!

Sie hatten wirklich nicht übertrieben,
Elisabeth und Gunter, die zwei Lieben;
auch Margarete hatten sie mitgebracht.
So blieben wir zunächst mal eine Nacht,
aber dann sind wir doch länger geblieben.

Eines Abends saßen wir im Restaurant
und hatten gerade die Karte in der Hand,
da kam jemand in das Lokal herein.
Ich dachte: Das kann ja wohl nicht sein!
Der schien mir irgendwie bekannt.

Ich schau' genau hin, da fällt es mir ein:
Das könnte der Burgstaller Willy sein!
Aus alten Zeiten ein Schulkollege;
so kreuzen sich diesmal unsere Wege
bei einem Essen mit Schnaps und Wein.

Am nächsten Tag, so sagte er, wären
aus Frohnleiten da die ganzen "Seebären".
Die Eibisbergers, Gruber Siegi und Wieser Gerd,
das war mir natürlich einen neuen Besuch wert!
Denn die "Seebären" hatten etwas zu klären.

Am Abend darauf war der Jubel groß
und die Stimmung war echt famos.
Ich hab' mich vor Lachen fast zerfranst,
der Willy hat auf dem Tisch getanzt.
Da kann man nur sagen: Hier ist was los!

Es war richtig toll und wirklich schön;
ein paar hatte ich dreißig Jahre nicht gesehn,
obwohl ich jedes Jahr in Frohnleiten bin.
Für mich war das Treffen ein Hauptgewinn!
Doch leider mußte ich um ein Uhr schon gehn.

Wir mußten nämlich um sechs Uhr raus,
zurück nach Deutschland, der Urlaub war aus.
Ich muß immer dran denken: Was wird sein
im nächsten Jahr? Die Welt ist so klein!
Damit ist diese Geschichte nun aus.

 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Unsa Biagamoasta
steirischer Dialekt   2004, April

Unsa oida Biagamoasta
- Peter Gottlieb hoaßt a -
is wirkli a guada Maun
und fir Frohnleitn hot er vüll daun.

Er hot si imma ongstrengt
und hot di Gmoan richti glenkt.
Es woar sicha net imma leicht
und doch hot er ziemli vüll erreicht.

Letztes Joahr is er in d' Rentn gongan.
Wos suin mia blouß ohne eahm onfongan?
Oans wüll i von eich hiatzt hearn:
An Riesenapplaus eahm zu Ehrn!

I hoff, da neiche wird genausou guat
und wonn eahm da oidi höffn tuat,
bin i mir sicha, wiards gelingan,
fir unsa Stodt olles in Ordnung z'bringan!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Walter Merkel wird fünfzig
deutsch   2002, August

Bisher ist er alleine durchs Leben gelaufen
und das bestand nur aus Arbeit und Saufen.
Zum Glück hat Christiane durch ihren Kuss
ihn noch gerettet kurz vor Annahmeschluss.
Jetzt kommt er schon langsam ins hohe Alter:
unser lieber Merkel Walter!

Man sah ihn öfter mal in die Kneipen ziehn,
doch die meisten Leute mögen ihn.
Früher war er beim Handball, jetzt spielt er Boule,
aber da verbrennt man nur ein paar Kilojoule.
Meistens ist er ja nett, aber manchmal auch ein Ferkel:
unser lieber Walter Merkel!

In Großsachsen da ist er zuhaus
und im "Weissen Lamm" kennt er sich aus.
Obwohl er Schwierigkeiten hat beim Zielen,
lässt er es sich nicht nehmen, beim Darts mitzuspielen.
Wenn er mal verliert, auch gut, dann zahlt er:
unser lieber Merkel Walter!

Er hat einen liebenswert weichen Kern,
deshalb hab ich ihn auch so gern!
Er ist zurückhaltend, nett und bescheiden,
darum können ihn alle gut leiden.
Wenn jemand Hilfe braucht, dann hilft halt er:
unser lieber Merkel Walter!

Bald geht er in Rente, kann sein Leben genießen
und zusehen, wie die Reben sprießen.
Er sieht so gut aus, dass es niemand wundert,
wenn ich sage: Der wird mindestens hundert
und schwirrt dann noch rum wie ein bunter Falter:
unser lieber Merkel Walter!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite















 
Wenn ich ein Vöglein wär'
deutsch   1987, August

Wenn ich ein Vöglein wär', flög' ich zu Dir;
denn zu Fuß, mein Schatz, ist es zu weit von hier.
Dann könnte ich auch fliegen so weit, wie ich will
und bräuchte für meinen Bauch nur Wasser und "Trill".
Aber so sitze ich hier bei meinem Bier.

Ich hab' schon wieder Durst
und Hunger habe ich auch.
Darum ess' ich ein Brot mit Leberwurst
und eines mit Schweinebauch.

Mit meiner Figur, das ist mir klar,
bleibe ich, was ich immer war:
Bin nun mal kein Vogel, der fliegen kann,
sondern einfach nur ein Durchschnitts-Mann!

Deshalb bin ich zum Fliegen auch viel zu schwer
und laufen kann ich nur so langsam wie ein Bär.
Darum nützt er mir nichts,
wegen meines Gewichts:
Der Wunsch, dass ich ein Vöglein wär!
 
 
Zurück zur Startseite Zurück zur letzten Seite